Gerhard Mercator hätte sicherlich verwundert den Kopf geschüttelt: Plastische Darstellungen von Gebäuden, wozu braucht man denn sowas? Wichtig ist doch eigentlich nur, dass auf dem Globus die Welt zu sehen ist und zwar so, dass sie einigermaßen perspektivisch stimmt. Schluss aus. Doch seit Google Earth faszinieren die dreidimensionalen Darstellungen von Städten und Gebäuden so, dass es etliche 3-D-Modelle im Internet zu finden gibt. Auch vom Ruhrgebiet.
Die Initiatioren von Zeitreise Ruhr haben sich nun zum Ziel gesetzt mit Hilfe dieser schon vorhandenen 3-D-Modelle die Geschichte des Ruhrgebiets plastisch erlebbar zu machen. Einerseits sollen komplexe Sachverhalte veranschaulicht werden. Andererseits möchten die Macher die Modelle für die Geschichtsforschung nutzbar machen. So könnten mit verschiedenen Animationen die Einwanderungsströme ins Ruhrgebiet deutlich gemacht werden, die Bebauung von Flächen, die Entwicklung von Zechen.
Ein Problem, welches das Projekt noch lösen möchte ist, alle Modelle auf einen einheitlichen Standard zu bekommen. Daneben möchte man in einerseits Google Earth nutzen um Geschichte darzustellen, andererseits plant man auch die Entwicklung einer eigenen Plattform um dann letztendlich eine große Darstellung der Ruhrgebietsgeschichte mit allen Aspekten anbieten zu können.
Wie die technische Seite des Projekts aussieht lässt sich genauso auf der Webseite finden wie eine kleine Chronik des Ruhrgebiets. Wenn nur die letzten "Aktuell"-Meldungen noch ein wenig aktueller wären... Jedenfalls ist das Projekt im wahrsten Sinne des Wortes eine runde Sache.