UDE: KurzSchluß.Duisburg

Wenn der Fachbereich Gesellschaftswissenschaften zum ersten Mal einen Filmwettbewerb ausruft, dann muss der Grund schon ein besonderer sein. Der Filmwettbewerb KurzSchluß.Duisburg hat einen solchen Grund: Die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010.

Bis zum 18.12.2009 [UPDATE: Die Frist wurde bis zum 29.01.2010 verlängert] läuft die Einsendefrist für Kurzfilme, die sozialwissenschaftliche Arbeits- und Sichtweisen um das Medium Film erweitern. Oder einen Blick auf die Kopplung gesellschaftlicher und filmischer Perspektiven werfen. Im Fokus des Wettbewerbs steht ein gesellschaftswissenschaftlicher-filmischer Blick auf das Ruhrgebiet und den Niederrhein. Gesucht werden Filme mit einer kritischen Perspektive und einem eindeutigen Bezug zu diesem Ballungsraum, der einem denkwürdigen Wandel ausgesetzt ist.

Die Preise können sich sehen lassen: 500 € sind für den ersten ausgeschrieben, der zweite Preis ist ein Gutschein über einen Kurs vom Kölner Filmhaus + 200 €. Platz Drei erhält eine Fotokamera + 150 €. Zusätzlich wird es noch einen Publikumspreis geben. Gezeigt werden die Beiträge im Feburar 2010.

Duisblogs: Jetzt mit Lifestream

Duisburger Blogger oder solche, die es werden wollen haben mit der Duisblog-Liste vom Blogger d-brain ein perfektes Werkzeug an der Hand. Jetzt hat d-brain ein neues Feature eingebaut: Den Duisblogs-Lifestream.

Das Feature ist auch über Lifestream.fm erreichbar und für den Google-Reader optimiert. Fehlt eigentlich nur noch ein "normaler" RSS-Link für den Lifestream. An einem Feedbutton wird jedenfalls schon gearbeitet. Logisch: Nur Blogs mit RSS-Feeds können im Lifestream aufgenommen werden - alle anderen können weiterhin über die Liste erreicht werden. Und da die demnächst immer die aktuellsten Blogbeiträge aufzeigt kann man mit einem Blick feststellen wer etwas fleißiger beim Bloggen ist - und wer nicht...

DSDIDS: Infoveranstaltung im Hundertmeister

Deine Stadt - deine Ideen - dein Song. Das steckt hinter der Abkürzung DSDIDS, ein Projekt das von der Stadt Duisburg initiiert wurde. In Workshops, beim Voting und beim Songcontest können Jugendliche aktiv die Entwicklung der Stadt beeinflussen.

Am Montag, den 05.10., wird der Songcontest in den Focus gerückt. Ob Pop, Rock, Jazz oder Klassik: Interessierte Duisburger Musiker und Bands können sich im Hundertmeister über die Teilnahmebedingungen für den Contest informieren lassen. Los geht es ab 18:00 Uhr.

SLTalk: Kostenloser Workshop im Duisburger Rathaus


Wer bei der stART-Conferencein diesem Jahr nicht die Gelegenheit hatte, sich über das Thema Kunst und Kultur in Second Life zu informieren, kann dies am 05.10. im Rathaus in Duisburg nachholen. Dort findet ein Einführungsworkshop in die virtuelle Welt statt.

Dabei sollte man das Wort "Einführung" besonders betonen, schließlich ist dieser kostenlose Schnuppereinblick in die Welt von Second Life schon ein kleiner Teil des Kurses "Kunst & Kultur in Second Life - Anwendungsmöglichkeiten für Kunstinteressierte". Veranstaltet wird dieser von SLTalk & Partner. Der Kurs richtet sich an Kulturmanager, Kuratoren und Künstler, die sich mit dem kreativen Potenzial des 3D-Internets auseinander setzen möchten, um zum Beispiel bestehende Werke mit Hilfe von 3D-Animationen zu neuem Leben zu erwecken, ein neues Publikum für ihre Kunst zu begeistern oder alternative Kunsterlebnisse zu schaffen.

Wer sich für den kostenlosen Einführungsworkshop im Duisburger Rathaus am 05.10. von 11:00 bis 16:00 Uhr interessiert sollte sich bei vorher bei SLTalk anmelden. Wenn man danach mehr Lust auf Second Life bekommen hat, dann kann man sich für den gesamten kostenpflichtigen Kurs entscheiden.

stART09: Fazit 2.Tag

Frühes Aufstehen am 2. Tag der stART09 hat sich gelohnt. Gerd Leonhard referierte über Kultur 2.0 – Die Zukunft der Kulturwirtschaft in einer vernetzten Welt. „Es geht nicht um Industrie, sondern um die Künstler und Kreativen.“ Seine Zukunftsvision: ein neuer Gesellschafts-Vertrag im digitalen Bereich. „Share“ ist dabei das Zauberwort: „Das Schiff der Kotrolle ist am sinken.“ Für den Musikbereich lautet Leonhards Idee: Eine neue Lizenz für Musik aus dem Netz schaffen. Die Folien zum Vortrag gibt’s hier

Sabria David spannte in ihrem Vortrag „Rotkäppchen 2.0- Medienwandel und schriftliche Mündlichkeit“ den Bogen von den Märchen zu Open Source Software und Wikipedia. Volksmärchen waren das Ergebnis mündlicher Überlieferungstradition. Der Inhalt blieben im Kern weitestgehend derselbe. Durch die erzählende Weitergabe von Generation zu Generation kamen aber verschiedene Aspekte hinzu oder fielen weg. Durch die Verschriftlichung wurden Märchen schließlich dokumentiert, gefiltert und kanonisiert. Sabria Davids These: „Das Internet ist ein Schriftmedium,das nach den Regeln der Mündlichkeit funktioniert!“

Björn Eichstädt, Nadia Zaboura: Aufmerksamkeit 2.0 – Multimedialität, Personality Branding und die Kraft der Empathie. Der Vortrag orientierte sich daran wie effektive Aufmerksamkeitstrategien im Kulturbetrieb gefunden werden können. Ein ewige währendes Beispiel zur Unterscheidung der verschiedenen Strategien im Kampf der Kulturen: E-Kultur und U-Kultur. Während sich die "ernsthafte" Kultur von der Unterhaltungskultur durch ihre Kommerzialisierung unterschieden will, bleibt am Ende trotzdem der Auftrag: Es muss Geld für Kunst generiert werden.

Viele Vorträge gaben Anregungen und Tipps wie man Social Media und Social Networks am effektivsten einsetzen kann. Was man unbedingt vermeiden sollte, brachte Kerstin Hoffmann bei der Abschluss-Diskussion auf den Punkt: „Unwissen, Gier und Eitelkeiten!“ Wir freuen uns schon auf die stART10!