stART09: Fazit 2.Tag
Frühes Aufstehen am 2. Tag der stART09 hat sich gelohnt. Gerd Leonhard referierte über Kultur 2.0 – Die Zukunft der Kulturwirtschaft in einer vernetzten Welt. „Es geht nicht um Industrie, sondern um die Künstler und Kreativen.“ Seine Zukunftsvision: ein neuer Gesellschafts-Vertrag im digitalen Bereich. „Share“ ist dabei das Zauberwort: „Das Schiff der Kotrolle ist am sinken.“ Für den Musikbereich lautet Leonhards Idee: Eine neue Lizenz für Musik aus dem Netz schaffen. Die Folien zum Vortrag gibt’s hier
Sabria David spannte in ihrem Vortrag „Rotkäppchen 2.0- Medienwandel und schriftliche Mündlichkeit“ den Bogen von den Märchen zu Open Source Software und Wikipedia. Volksmärchen waren das Ergebnis mündlicher Überlieferungstradition. Der Inhalt blieben im Kern weitestgehend derselbe. Durch die erzählende Weitergabe von Generation zu Generation kamen aber verschiedene Aspekte hinzu oder fielen weg. Durch die Verschriftlichung wurden Märchen schließlich dokumentiert, gefiltert und kanonisiert. Sabria Davids These: „Das Internet ist ein Schriftmedium,das nach den Regeln der Mündlichkeit funktioniert!“
Björn Eichstädt, Nadia Zaboura: Aufmerksamkeit 2.0 – Multimedialität, Personality Branding und die Kraft der Empathie. Der Vortrag orientierte sich daran wie effektive Aufmerksamkeitstrategien im Kulturbetrieb gefunden werden können. Ein ewige währendes Beispiel zur Unterscheidung der verschiedenen Strategien im Kampf der Kulturen: E-Kultur und U-Kultur. Während sich die "ernsthafte" Kultur von der Unterhaltungskultur durch ihre Kommerzialisierung unterschieden will, bleibt am Ende trotzdem der Auftrag: Es muss Geld für Kunst generiert werden.
Viele Vorträge gaben Anregungen und Tipps wie man Social Media und Social Networks am effektivsten einsetzen kann. Was man unbedingt vermeiden sollte, brachte Kerstin Hoffmann bei der Abschluss-Diskussion auf den Punkt: „Unwissen, Gier und Eitelkeiten!“ Wir freuen uns schon auf die stART10!














