Tauschen-ohne-Geld: Ein ausgezeichnetes Projekt
Auf jedem Anzeigenbrett von Supermärkten finde man sie: Anzeigen, in denen Menschen aus dem jeweiligem Umfeld ihre Hilfe für bestimmte Tätigkeiten anbieten. Ob es nun die Kinderbetreuung, das Rasenmähen oder das Ausführen der Hunde ist, eines haben diese Angebote gemeinsam: Sie kosten in der Regel Geld.
An dieser Stelle setzen die Tauschringe ein. Hier bieten Menschen ihre Fähigkeiten an, bekommen dafür in einer virtuellen Währung ein Guthaben und können das dann gegen eine andere Dienstleistung eintauschen. Eine Stunde Dank Babysitten kann so also eventuell gegen eine Stunde Fensterputzen verrechnet werden.
Ohne Geld etwas bewegen
Charalampos Theocharidis Webseite Tauschen-ohne-Geld erleichtert nun den regionalen Angeboten das Organisieren im Internet. Der Herner startete das Projekt im April 2009. Der große Unterschied zu ähnlichen Webseiten: Der Nutzer muss von einem Tauschring eingeladen werden. Auf diese Art und Weise kennen sich die Mitglieder des Tauschrings persönlich und können auf die Hilfe anderer Mitglieder vertrauen. Die eigentlichen Regeln bestimmt dann jeder Tauschring selbst.
Wie ein mittels Tauschen-ohne-Geld organisierter Tauschring aussehen könnte, zeigt das Beispiel auf der Homepage. Und falls man doch noch etwas für den Supermarkt nebenan braucht: Die Webseite stellt auch eine Tauschzeitung zum Ausdrucken zusammen.
Mit der BIENE 2009 ausgezeichnet
BIENE steht für "Barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten" ebenso wie für Kommunikation, gemeinsames Handeln und produktives Miteinander. Der Award wird seit 2003 von der Aktion Mensch und der Stiftung Digitale Chancen verliehen. Für ihn selbst überraschend wurde das Projekt von Charalampos Theocharidis in diesem Jahr für die BIENE nominiert - und gewann in der Kategorie Komplexe Gemeinschafts- und Interaktionsangebote eine BIENE in Bronze. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle von uns - wir behalten das Projekt natürlich im Auge.











