Ruhrgebietsreporter: Impressionen aus dem Ruhrgebiet

Fällt das Wort Ruhrgebiet ist wohl mit die erste Assoziation, die einem einfällt die von dreckigen, rauchenden Bergwerken, von Kumpeln, die schwarzbestäubt aus dem Schacht fahren oder von Industriebauten am Horiziont. Ob dieses Bild vom Ruhrgebiet noch stimmt? Die Ruhrgebietsreporter fanden es heraus.

Die 24 jungen Nachwuchsreporter bereisten zwischen dem 18. und dem 21. September auf Einladung des Vereins pro Ruhrgebiet und des JugendMedienZentrums die Region. Beim Besuch der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen oder des Mondpalastes von Wanne-Eickel, auf dem Dach des Gasometers Oberhausen oder in der Kohlenwäsche des Welterbes Zollverein, im Gespräch mit Unternehmern und Kulturschaffenden sammelten sie Eindrücke und Material – und unterzogen geltende Vorurteile dem Realitäts-Vergleich. Ob die Wirklichkeit dem Klischee standhält, das kann man jetzt nach und nach auf der Homepage des Vereins pro Ruhrgebiet nachlesen.

LfM: Start des TV-Lernsenders.NRW

Der "TV-Lernsender.NRW der Landesanstalt für Medien läuft eigentlich schon seit dem 01. Juli 2009. Doch war dies bisher nur der Testbetrieb. Jetzt ist das "Ausbildungs- und Erprobungsfernsehen in NRW" offiziell ins digitale Kabel eingespeist worden.

Das Ziel des neuen Senders ist es, ein nichtkommerzielles Fernsehprogramm zu produzieren. Koordinator des Projekts ist der ZDF Journalist und Wissenschaftler Prof. Dr. Michael Steinbrecher. Zusammengestellt und redaktionell betreut wird das Programm durch Studierende des Instituts für Journalistik der Technischen Universität Dortmund. Dabei verfolgt der Lernsender ein Drei-Säulen-Modell aus dem das Programm gespeist werden soll.

Lern- und Lehrredaktionen, Bürgerfernsehen und Volontariate

Die LfM fördert sogenannte "Lern- und Lehrredaktionen", die im Bereich der wissenschaftlichen und beruflichen Ausbildung angesiedelt sind. Hier haben Studierende und Auszubildende die Möglichkeit, im Rahmen von Studium oder Ausbildung praktische audiovisuelle Medienkompetenz zu erwerben. Die ersten Redaktionen entstanden in Bielefeld, Bochum, Duisburg-Essen, Höxter, Marl und Münster. Weitere werden an nordrhein-westfälischen Hochschulen und Berufskollegs folgen.

Außerdem können interessierte Bürgergruppen lernen, wie Fernsehproduktion funktioniert. Entsprechende Schulungen werden von der LfM finanziell gefördert; die ehemaligen Offenen Kanäle in NRW bieten diese an - vorerst allerdings nur in Bielefeld, Essen, Lüdenscheid, Marl, Minden-Lübbecke, Münster und Pulheim. Ob weitere Redaktionen der ehemaligen Bürgerfunkgruppen noch ins Konzept einbezogen werden ist bisher nicht bekannt.

Schließlich ist der Lernsender auch Plattform für Beiträge, die im Rahmen der professionellen Fernsehausbildung an Hochschulen und in Betrieben entstehen. Diese Einrichtungen sind eingeladen, ihre Produktionen im "TV-Lernsender .NRW" zu veröffentlichen und vor einem landesweiten Publikum zu testen. In allen drei Zuliefergruppen ist das Lernen und Ausprobieren vor einem landesweiten Publikum in NRW Bestandteil des Konzepts.Zu empfangen ist der Ausbildungs- und Erprobungskanal über das digitale Kabelnetz von Unity Media auf Kanal 137.

Kritik: Bürgerfunkgruppen als reine Informationsbeschaffer

Im Vorfeld des neuen Bürgerfunks in NRW regte sich auch Kritik. So wurde festgestellt dass Bürgergruppen, die bisher ihre eigenen Berichte senden konnten, dann maximal noch als Informationszulieferer fungieren könnten. Das sei aber war nie deren Absicht gewesen. Durch den Wegfall der Sockelfinanzierung des LfM mussten Ende des letzten Jahres etliche OK-Redaktionen schließen. Ob das angepeilte Drei-Säulen-Modell für die Zulieferung am Ende nicht den Bürger unter ferner liefen einstuft wird abzuwarten sein.

SLTalk: Kostenloser Workshop im Duisburger Rathaus


Wer bei der stART-Conferencein diesem Jahr nicht die Gelegenheit hatte, sich über das Thema Kunst und Kultur in Second Life zu informieren, kann dies am 05.10. im Rathaus in Duisburg nachholen. Dort findet ein Einführungsworkshop in die virtuelle Welt statt.

Dabei sollte man das Wort "Einführung" besonders betonen, schließlich ist dieser kostenlose Schnuppereinblick in die Welt von Second Life schon ein kleiner Teil des Kurses "Kunst & Kultur in Second Life - Anwendungsmöglichkeiten für Kunstinteressierte". Veranstaltet wird dieser von SLTalk & Partner. Der Kurs richtet sich an Kulturmanager, Kuratoren und Künstler, die sich mit dem kreativen Potenzial des 3D-Internets auseinander setzen möchten, um zum Beispiel bestehende Werke mit Hilfe von 3D-Animationen zu neuem Leben zu erwecken, ein neues Publikum für ihre Kunst zu begeistern oder alternative Kunsterlebnisse zu schaffen.

Wer sich für den kostenlosen Einführungsworkshop im Duisburger Rathaus am 05.10. von 11:00 bis 16:00 Uhr interessiert sollte sich bei vorher bei SLTalk anmelden. Wenn man danach mehr Lust auf Second Life bekommen hat, dann kann man sich für den gesamten kostenpflichtigen Kurs entscheiden.

Zentrale Personaländerung bei DerWesten

Das 2006 gestartete Onlineprojekt der WAZ-Mediengruppe, DerWesten, verliert seine Geschäftsführerin und Chefredakteurin an Spiegel Online. Katharina Borchert, die in Personalunion die Geschicke der Plattform wesentlich mitbestimmt hat, verlässt "DerWesten" mit einem Karrieresprung.

Zum 1. April 2010 wird die jetzige "DerWesten"-Chefin die Geschäftsführung von Spiegel Online GmbH übernehmen. Ein nicht kleiner Karrieresprung, der aber wohl erfolgen musste. Damit verliert DerWesten allerdings einen wesentlichen personellen Bestandteil.

Die noch amtierende Chefin hatte maßgeblichen Anteil an der Entwicklung und Weiterentwicklung der Plattform vor und nach dem Start. Ihre neue Aufgabe wird ähnlich aussehen, d.h. wie bisher auch als Schnittstelle zwischen kaufmännischer Wirtschaft und Redaktionen wirken, um die Netz-Aktivitäten von Spiegel Online zu lenken und voranzutreiben, .