Das Ruhrgebiet in 3D: Zeitreise Ruhr

Gerhard Mercator hätte sicherlich verwundert den Kopf geschüttelt: Plastische Darstellungen von Gebäuden, wozu braucht man denn sowas? Wichtig ist doch eigentlich nur, dass auf dem Globus die Welt zu sehen ist und zwar so, dass sie einigermaßen perspektivisch stimmt. Schluss aus. Doch seit Google Earth faszinieren die dreidimensionalen Darstellungen von Städten und Gebäuden so, dass es etliche 3-D-Modelle im Internet zu finden gibt. Auch vom Ruhrgebiet.

Die Initiatioren von Zeitreise Ruhr haben sich nun zum Ziel gesetzt mit Hilfe dieser schon vorhandenen 3-D-Modelle die Geschichte des Ruhrgebiets plastisch erlebbar zu machen. Einerseits sollen komplexe Sachverhalte veranschaulicht werden. Andererseits möchten die Macher die Modelle für die Geschichtsforschung nutzbar machen. So könnten mit verschiedenen Animationen die Einwanderungsströme ins Ruhrgebiet deutlich gemacht werden, die Bebauung von Flächen, die Entwicklung von Zechen.

Ein Problem, welches das Projekt noch lösen möchte ist, alle Modelle auf einen einheitlichen Standard zu bekommen. Daneben möchte man in einerseits Google Earth nutzen um Geschichte darzustellen, andererseits plant man auch die Entwicklung einer eigenen Plattform um dann letztendlich eine große Darstellung der Ruhrgebietsgeschichte mit allen Aspekten anbieten zu können.

Wie die technische Seite des Projekts aussieht lässt sich genauso auf der Webseite finden wie eine kleine Chronik des Ruhrgebiets. Wenn nur die letzten "Aktuell"-Meldungen noch ein wenig aktueller wären... Jedenfalls ist das Projekt im wahrsten Sinne des Wortes eine runde Sache.

Hightech.NRW geht in die dritte Runde

Das Ziel: International konkurrenzfähgie Spitzentechnologie in NRW zu entwickeln. Die Methode: "Hightec NRW".

Seit dem 01.02. können Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen Anträge für die dritte Runde des Wettbewerbs "Hightech.NRW" einreichen. Gefördert werden branchenübergreifend Technologieprojekte, die auf international herausragender Spitzenforschung aufbauen und in neuartige Produkte, Verfahren oder technische Dienstleistungen münden. Über die Anträge entscheidet eine unabhängige Jury.

Seit 2013 stellte des Innovationsministerium bis zu 170 Millionen Euro für den Wettbewerb zur Verfügung. Bisher waren rund 250 Partner mit 50 Vorhaben beteiligt - davon wurden 21 von der Jury unter dem Vorsitz von Prof. Heinz Riesenhuber nominiert. Wer jetzt meint, dass seine Idee zum Wettbewerb passt, der sollte sich über die Wettbewerbsbedingungen auf der Webseite Ziel2 informieren.

UDE: KurzSchluß.Duisburg

Wenn der Fachbereich Gesellschaftswissenschaften zum ersten Mal einen Filmwettbewerb ausruft, dann muss der Grund schon ein besonderer sein. Der Filmwettbewerb KurzSchluß.Duisburg hat einen solchen Grund: Die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010.

Bis zum 18.12.2009 [UPDATE: Die Frist wurde bis zum 29.01.2010 verlängert] läuft die Einsendefrist für Kurzfilme, die sozialwissenschaftliche Arbeits- und Sichtweisen um das Medium Film erweitern. Oder einen Blick auf die Kopplung gesellschaftlicher und filmischer Perspektiven werfen. Im Fokus des Wettbewerbs steht ein gesellschaftswissenschaftlicher-filmischer Blick auf das Ruhrgebiet und den Niederrhein. Gesucht werden Filme mit einer kritischen Perspektive und einem eindeutigen Bezug zu diesem Ballungsraum, der einem denkwürdigen Wandel ausgesetzt ist.

Die Preise können sich sehen lassen: 500 € sind für den ersten ausgeschrieben, der zweite Preis ist ein Gutschein über einen Kurs vom Kölner Filmhaus + 200 €. Platz Drei erhält eine Fotokamera + 150 €. Zusätzlich wird es noch einen Publikumspreis geben. Gezeigt werden die Beiträge im Feburar 2010.